Die Immobilienkrise in Spanien bietet Investoren, Auswanderern und Dauerurlaubern interessante Möglichkeiten, eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus günstiger zu kaufen.
Die Immobilienkrise in Spanien hat dazu geführt, dass die Banken in Spanien kaum noch Kredite an Privatpersonen oder mittelständische Unternehmen vergeben. Viele Immobilienunternehmen haben seit Sommer 2007 ihre Betriebe eingestellt. Der frühere Bauboom gehört in Spanien längst der Vergangenheit an.
Nach dem spanischen Statistikamt (INE) sind die Immobilienkäufe im Februar 2008 um 24,4 % gesunken im Vergleich zum Februar 2007.
In einer Pressemitteilung vom 13.03.2008 geht das spanische Wohnungsministerium davon aus, dass
die spanische Immobilienkrise bis zum Jahr 2010 andauern werde. Nach Auffassung des Wohnungsministeriums sei das Problem der Wohnungsüberschuss. Es gebe mehr Immobilienangebote als Nachfragen.
In Spanien benötige man etwa 450.000 Wohnungen pro Jahr, so das Ministerium. Jedoch befänden sich zwischen 500.000 und 600.000 Wohnungen im Besitz von Bauunternehmern, die keine Käufer finden wegen der überteuerten Preise.
Seit der spanischen Immobilienkrise ist auch die Immobilienfinanzierung über eine Hypothek in Spanien sehr, sehr schwer geworden. Nach einem Bericht der spanischen Wirtschaftszeitung Expansión vom 15.04.2008 lehnen die Banken 7 von 10 Hypothekenkreditanträgen ab.
Auch der spanischen Hypothekenzinsindex - der Euribor - ist mit über 5 % auf einem Rekordhoch.
Das stetige Steigen des Euribor in Spanien ist zu einem großen Problem vieler spanischer Haushalte geworden, die ihre Eigentumswohnungen oder Häuser über eine Hypothek mit variablem Zinssatz finanziert haben. Seit Frühjahr 2007 ist die Zahl der Zwangsversteigerungen wegen Zahlungsunfähigkeit der Hypothekenschuldner stark angestiegen.
Dies ist der Moment für Investoren, Spaniendauerurlauber oder Auswanderer, um eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus über eine Zwangsversteigerung zu erwerben. Selbstverständlich nicht über eine Hypothek sondern mit Bargeld.
Die Zwangsversteigerungstermine hängen in den spanischen Amtsgerichten aus. Dort oder in der örtlichen Presse werden sie mit
"ejecución hipotecaria"
angekündigt.
In den Amtsgerichten in der Costa Brava in Sant Feliu de Guíxols, Blanes und Girona werden die Immobilienzwangsversteigerungen auch oft auf Katalanisch mit
ejecució hipotecaria
angekündigt.
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